80.000 demonstrieren in Belgien gegen Kürzungspolitik
„Die Demonstration am Freitag hat eine enorme Unzufriedenheit aufgezeigt. Das ist der Beginn einer Bewegung, die wir jetzt fortsetzen müssen.“
Am Freitag, dem 2. Dezember 2011, und damit 540 Tage nach der Wahl und knapp 900 Tage vor dem nächsten Urnengang war die neue belgische Koalitionsregierung unter der Leitung von Elio Di Rupo (von der wallonischen „Sozialistischen“ Partei, PS) kurz davor, ihr Amt zu übernehmen. Drei Tage vor der offiziellen Vereidigung des neuen Premierministers und seines Kabinetts am Montag, 5. Dezember 2011, demonstrierten rund 80.000 Gewerkschaftsmitglieder in Brüssel in Opposition zu den beabsichtigten Kürzungen.
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Kämpferischer Aktionsplan zur Verstaatlichung der Eisen und Stahlindustrie - unter Arbeiterkontrolle und ohne Entschädigungszahlungen -
Am Freitagabend gewann die belgische Fußballnationalmannschaft ihr Europameisterschaftsqualifikationsspiel in Brüssel gegen das Team aus Kasachstan. Die Vertreter des kasachischen Staates versuchten dennoch zumindest auf repressiver Ebene in Brüssel zu gewinnen. So verteilten rund 15 AktivistInnen Solidaritätsflugblätter vor dem „König Baudouin“-Stadion. Im Stadion wurde ein Solidaritätsbanner ausgerollt. Hintergrund ist der Streik der ÖlarbeiterInnen in Kasachstan und die Repression, die von Seiten des Arbeitgebers und des Staates gegen die KollegInnen dort angewandt wird.